Babynahrung selber machen ist eine wunderbare Möglichkeit, deinem Baby von Anfang an die besten und frischesten Zutaten anzubieten. Es ist einfacher und weniger zeitaufwendig, als du vielleicht denkst, und gibt dir die volle Kontrolle über das, was auf den Löffel kommt. In unserer Küche in Ermatingen habe ich schon unzählige Gläschen selbst befüllt und dabei gelernt, wie befriedigend es ist, die Ernährung unserer Kleinen selbst in die Hand zu nehmen.
- Beikoststart: Ab dem 4. bis 6. Monat, wenn dein Baby Beikostreifezeichen zeigt.
- Kostenersparnis: Selbstgemachte Babynahrung ist oft 30–50% günstiger als Gläschen.
- Zutatenkontrolle: Wähle frische, saisonale und biologische Produkte ohne Zusatzstoffe.
- Haltbarkeit: Im Kühlschrank 1–2 Tage, eingefroren bis zu 2–3 Monate.
- Grundrezepte: Starte mit mildem Gemüse wie Karotten oder Pastinaken, ergänze später mit Obst, Getreide, Fleisch und Fisch.
Michelle Möhring, Autorin: „In unserer Küche in Ermatingen habe ich unzählige Gläschen selbst befüllt und dabei gelernt, wie einfach und befriedigend es ist, Babynahrung selber zu machen. Die Freude, wenn die Kleinen mit Genuss essen, ist die beste Belohnung.“
🌱 Warum Babynahrung selber machen? Die Vorteile für dich und dein Baby
Viele Eltern fragen sich, ob sich der Aufwand lohnt, Babynahrung selber zu machen. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: Ja, unbedingt! Die Vorteile sind vielfältig und überzeugen sowohl in puncto Gesundheit als auch in Sachen Budget. Der grösste Pluspunkt ist die volle Kontrolle über die Zutaten. Du entscheidest, welche frischen, saisonalen und am besten biologischen Produkte in den Brei deines Babys kommen. So vermeidest du unnötige Zusatzstoffe, Zucker oder Salz, die in vielen Fertigprodukten enthalten sein können. Zudem ist das selbstständige Zubereiten von Babybrei oft deutlich günstiger. Laut verschiedenen Vergleichen kannst du bis zu 30–50% sparen, selbst wenn du hochwertige Bio-Zutaten verwendest und einen Mixer anschaffen musst. Die Vielfalt an Geschmäckern, die du deinem Baby anbieten kannst, ist unbegrenzt. Du kannst mit verschiedenen Gemüsesorten experimentieren, Kräuter sparsam einsetzen und dein Baby an eine breite Palette von Aromen gewöhnen, was die Akzeptanz von späterem Familienessen fördern kann. Ein weiterer Aspekt ist die Nachhaltigkeit, da du weniger Verpackungsmüll produzierst. Für weitere Informationen zur gesunden Ernährung deines Kindes, schau dir auch unseren Artikel über gesunde Rezepte für Familien an.🥣 Der richtige Zeitpunkt: Wann starte ich mit selbstgemachter Babynahrung?
Der Beikoststart ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung deines Babys. Die meisten Kinder sind zwischen dem 4. und 6. Lebensmonat bereit für die erste feste Nahrung. Es ist wichtig, nicht auf das Alter allein zu schauen, sondern auf die sogenannten Beikostreifezeichen. Dein Baby sollte seinen Kopf selbstständig halten können, Interesse an deinem Essen zeigen und in der Lage sein, Nahrung vom Löffel in den Mund zu befördern, ohne sie sofort wieder herauszuschieben. Beginne mit kleinen Mengen eines einzelnen, milden Gemüses, um dein Baby an den neuen Geschmack und die Konsistenz zu gewöhnen. Karotten, Pastinaken, Kürbis oder Zucchini sind ideale Startergemüse. Führe neue Lebensmittel immer einzeln ein und warte 3–5 Tage, bevor du ein weiteres neues Lebensmittel anbietest. So kannst du mögliche Unverträglichkeiten oder Allergien leichter erkennen. Sprich im Zweifelsfall immer mit deiner Kinderärztin oder dem Kinderarzt über den idealen Beikoststart für dein Baby.| Alter des Babys | Empfohlene Lebensmittel | Konsistenz |
|---|---|---|
| 4.–6. Monat | Milde Gemüse (Karotten, Pastinaken, Kürbis) | Fein püriert, sehr flüssig |
| 6.–8. Monat | Weitere Gemüse, Obst, Kartoffeln, Getreide (glutenfrei), Fleisch | Breiiger, leicht stückig |
| 8.–10. Monat | Diverse Gemüse, Obst, Getreide (glutenhaltig), Fisch, Hülsenfrüchte | Stückiger Brei, Fingerfood |
| Ab 10. Monat | Familienkost (angepasst), weniger püriert | Kleine Stücke, Brot, weiche Früchte |

🛠️ Die Grundausstattung: Was du zum Babynahrung selber machen brauchst
Um Babynahrung selber machen zu können, benötigst du keine aufwendige Küchenausstattung. Die meisten Dinge hast du wahrscheinlich bereits zu Hause. Hier eine kleine Checkliste, was sich bewährt hat:✅ Unverzichtbar
- Kochtopf: Fürs Dämpfen oder Kochen von Gemüse und Co.
- Pürierstab oder Blender: Um die Zutaten fein zu zerkleinern.
- Messbecher und Waage: Für genaue Mengenangaben.
- Sieb: Zum Abgiessen des Kochwassers.
- Gabel: Für die ersten, leicht stückigen Breie.
- Eiswürfelformen: Ideal zum Portionieren und Einfrieren.
- Babygläschen oder Gefrierbehälter: Zur Aufbewahrung.
💡 Praktische Helfer
- Dampfgarer: Schonende Zubereitung erhält Vitamine.
- Thermomix oder Küchenmaschine: Für grössere Mengen und Zeitersparnis.
- Babynahrungszubereiter: Kombiniert Dampfgaren und Pürieren in einem Gerät.
- Löffel und Schüsseln: Für die Fütterung.
- Lätzchen: Unverzichtbar für saubere Mahlzeiten.
- Trinkbecher: Für Wasser zum Brei.
- Kühlbox: Für unterwegs, um die Babynahrung frisch zu halten.
🥕 Erste Schritte: Gemüsebrei selber machen für den Beikoststart
Der Gemüsebrei ist der klassische Start in die Beikost. Er ist mild im Geschmack und leicht verdaulich. Beginne mit einer Sorte und steigere dich langsam. Hier ist ein einfaches Grundrezept für deinen ersten selbstgemachten Babybrei:Zutaten vorbereiten
Wähle 200 g frische Karotten, Pastinaken oder Kürbis (oder eine Mischung). Wasche und schäle das Gemüse gründlich. Schneide es in kleine Stücke, etwa 1–2 cm gross, damit es schneller gar wird.
Dämpfen oder Kochen
Gib das Gemüse mit ca. 50–80 ml Wasser in einen Topf. Dämpfe oder koche es zugedeckt für etwa 10–15 Minuten, bis es sehr weich ist. Achte darauf, dass das Gemüse nicht anbrennt. Alternativ kannst du es auch im Dampfgarer zubereiten, um mehr Vitamine zu erhalten.
Pürieren und verfeinern
Püriere das weiche Gemüse mit einem Pürierstab oder Blender sehr fein. Füge bei Bedarf etwas vom Kochwasser hinzu, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen. Ganz wichtig: Gib 1 TL Rapsöl oder Sonnenblumenöl (reich an Omega-3-Fettsäuren) hinzu und rühre es gut unter. Das hilft bei der Aufnahme fettlöslicher Vitamine.
Portionieren und aufbewahren
Lass den Brei abkühlen. Portioniere ihn anschliessend in Eiswürfelformen oder kleine Babygläschen. Im Kühlschrank hält sich der Brei 1–2 Tage, eingefroren bis zu 2–3 Monate. So hast du immer eine gesunde Mahlzeit parat, wenn du Babynahrung selber machen möchtest.
🍎 Obst-Getreide-Brei und Milch-Getreide-Brei: Abwechslung für den Nachmittag
Nachdem sich dein Baby an Gemüse gewöhnt hat, kannst du den Speiseplan erweitern. Obst-Getreide-Brei ist ideal für den Nachmittag und Milch-Getreide-Brei für den Abend. Obst-Getreide-Brei (ab 6. Monat)Zutaten: 100 g frisches Obst (Apfel, Birne, Banane oder Beeren), 20 g feine Haferflocken (glutenfrei für den Start), 100 ml Wasser, 1 TL Rapsöl. Zubereitung: Obst waschen, schälen, entkernen und in kleinen Stücken ca. 5 Minuten dämpfen oder kochen. Getreideflocken mit Wasser aufkochen und quellen lassen. Alles zusammen mit dem Öl pürieren. Milch-Getreide-Brei (ab 6. Monat)
Zutaten: 200 ml Vollmilch (oder Muttermilch/Pre-Nahrung), 20 g Getreideflocken (z.B. Hirse oder Dinkel), 2 TL püriertes Obst (optional). Zubereitung: Milch und Getreideflocken aufkochen und unter Rühren ca. 3–5 Minuten köcheln lassen, bis der Brei die gewünschte Konsistenz hat. Vom Herd nehmen und das Obst unterrühren. Achte darauf, dass der Brei nicht zu heiss ist, bevor du ihn fütterst. Wenn du dich fragst, welche Milchprodukte für dein Baby geeignet sind, findest du weitere Infos auf der Seite des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV).
🥩 Fleisch, Fisch und Hülsenfrüchte: Nährstoffe für wachsende Babys
Ab dem 6. Monat wird empfohlen, dem Baby auch Eisenlieferanten wie Fleisch oder Hülsenfrüchte anzubieten, um den erhöhten Eisenbedarf zu decken. Fisch liefert wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Fleisch-Gemüse-Brei (ab 6. Monat)Zutaten: 100 g Gemüse (Karotten, Kartoffeln), 20–30 g mageres Fleisch (Kalb, Rind, Poulet), 1 TL Rapsöl, etwas Wasser. Zubereitung: Gemüse wie gewohnt dämpfen oder kochen. Fleisch in kleine Stücke schneiden und separat in etwas Wasser garen, bis es durch ist. Beides zusammen mit dem Öl und etwas Kochwasser pürieren. Es ist wichtig, das Fleisch sehr fein zu pürieren, damit dein Baby es gut schlucken kann. Fisch-Gemüse-Brei (ab 7. Monat)
Zutaten: 100 g Gemüse (z.B. Brokkoli, Kartoffeln), 20–30 g fettarmer Fisch (Kabeljau, Lachs), 1 TL Rapsöl, etwas Wasser. Zubereitung: Fisch dämpfen oder kochen, bis er gar ist. Gräten sorgfältig entfernen. Gemüse garen. Alles zusammen mit Öl und etwas Flüssigkeit pürieren. Hülsenfrüchte-Brei (ab 8. Monat)
Zutaten: 100 g Gemüse (z.B. Süsskartoffel), 20–30 g gekochte Linsen oder Kichererbsen, 1 TL Rapsöl, etwas Wasser. Zubereitung: Gemüse garen. Linsen/Kichererbsen kochen (oder aus der Dose verwenden und gut spülen). Alles zusammen pürieren. Hülsenfrüchte liefern pflanzliches Eisen und Proteine. Für weitere Informationen zur ausgewogenen Ernährung von Kindern, besuche unsere Seite zu gesunden Pausenboxen für Schulkinder.
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→ Alle Ratgeber für Babys & Kleinkinder❓ Häufige Fragen zu Babynahrung selber machen
Wie kann ich Babybrei selbst machen?
Babynahrung selber machen ist ganz einfach: Wähle frisches, am besten biologisches Gemüse oder Obst. Wasche, schäle und schneide es in kleine Stücke. Dämpfe oder koche die Zutaten, bis sie sehr weich sind. Püriere das Ganze anschliessend mit etwas Kochwasser und einem Teelöffel Rapsöl zu einer feinen Konsistenz. Lass den Brei abkühlen, portioniere ihn und bewahre ihn im Kühlschrank oder Gefrierfach auf. So hast du immer gesunde Mahlzeiten für dein Baby parat.
Womit kann ich Babynahrung selbst zubereiten?
Für die Zubereitung von selbstgemachter Babynahrung benötigst du keine spezielle Ausrüstung. Ein einfacher Kochtopf zum Dämpfen oder Kochen und ein Pürierstab oder Blender zum Zerkleinern reichen völlig aus. Praktisch sind auch Eiswürfelformen zum Portionieren und Einfrieren der Breie. Wer es noch einfacher haben möchte, kann einen Babynahrungszubereiter nutzen, der Dampfgaren und Pürieren kombiniert, oder eine Küchenmaschine wie den Thermomix für grössere Mengen. Wichtig ist nur, dass die Geräte gründlich gereinigt werden können.
Welches Gemüse darf ein 4 Monate altes Baby essen?
Für Babys ab dem 4. Monat, die Beikostreifezeichen zeigen, eignen sich besonders milde und leicht verdauliche Gemüsesorten. Dazu gehören Karotten, Pastinaken, Kürbis und Zucchini. Diese Gemüsesorten haben einen milden Geschmack und sind gut verträglich. Es ist ratsam, mit einer Sorte zu beginnen und diese für 3–5 Tage anzubieten, bevor eine neue Gemüsesorte eingeführt wird. So kannst du feststellen, ob dein Baby das Gemüse gut verträgt und ob allergische Reaktionen auftreten.
Ist es günstiger, Babynahrung selbst zuzubereiten oder zu kaufen?
Die Zubereitung von Babynahrung selber machen ist in den meisten Fällen deutlich günstiger als der Kauf von fertigen Gläschen. Selbst wenn du die Anschaffungskosten für einen Pürierstab oder Blender berücksichtigst, sparst du auf lange Sicht. Besonders wenn du saisonales und regionales Gemüse kaufst, sind die Zutatenpreise oft niedriger. Zudem kannst du grössere Mengen auf einmal zubereiten und einfrieren, was den Einkauf von Einzelgläschen überflüssig macht und dein Budget entlastet.
Wie lange ist selbstgemachte Babynahrung haltbar?
Selbstgemachte Babynahrung ist im Kühlschrank in einem gut verschlossenen Behälter etwa 1 bis 2 Tage haltbar. Für eine längere Aufbewahrung ist das Einfrieren die beste Methode. In Eiswürfelformen oder speziellen Gefrierbehältern kann der Babybrei bei -18 °C für 2 bis 3 Monate gelagert werden. Achte darauf, die eingefrorenen Portionen langsam im Kühlschrank oder im Wasserbad aufzutauen und sie nicht erneut einzufrieren, sobald sie einmal aufgetaut wurden. Frische und Hygiene sind beim Babynahrung selber machen entscheidend.


